Montag, 6. April 2009

Die vollkommene Illusion

Ein Jahr nach den Bischofsweihen publizierte "Fideliter" in der Nr. 70 (Juli-August 1989) ein Interview mit Erzbischof Lefebvre. Daraus einige Zitate des Erzbischofs:
"Sich ins Innere der Kirche stellen, was soll das heißen? Und vor allem: Von welcher Kirche spricht man? Wenn es die konziliare Kirche ist, so müssten also wir, die wir zwanzig Jahre lang mit ihr gerungen haben, weil wir die katholische Kirche wollen, jetzt in diese konziliare Kirche eintreten, um sie sozusagen wieder katholisch zu machen. Das ist eine vollkommene Illusion!"

"Diese Reden von der sichtbaren Kirche, wie sie Dom Gérard und Jean Madiran führen, sind kindisch. Es ist unfassbar, dass man bezüglich der konziliaren Kirche von einer sichtbaren Kirche sprechen kann als Gegensatz zur katholischen Kirche, die wir zu repräsentieren und fortzusetzen versuchen."
Gerade in der aktuellen Situation der Bruderschaft erscheint es hilfreich, diese Passagen erneut zu lesen und - im Angesicht der Karwoche gemeinsam mit dem Leiden Christi - zu betrachten. SANCTE MARCELLE, ORA PRO NOBIS!

Samstag, 4. April 2009

Ein neuer Rosenkranzkreuzzug?

Jesse Gomez Jr., ein Katholik aus dem spanischen Sprachraum, veranlasste kürzlich eine Initiative, mit dem Ziel, einen „Rosenkranzkreuzzug zum Ausschluss von Bischof Bernard Fellay“ in die Wege zu leiten. Bischof Fellay, der in letzter Zeit angeblich begonnen habe, die Priesterbruderschaft St. Pius X. zu säubern, solle aus der Bruderschaft entfernt werden. Zu den Opfern der „Liquidierung“ zählt Gomez nicht nur berühmt-berüchtigte „Krypto-Sedisvakantisten“, sondern auch Priester, die für die angeblich vorsichtige Vorgangsweise von Erzbischof Lefebvre zur Bekämpfung des neomodernistischen und neoprotestantischen Rom waren. Nicht nur Bischof Richard Williamson wurde zum Schweigen verurteilt und willkürlich von seinem Amt als Rektor des Priesterseminars in La Reja abgesetzt, sondern auch der Italiener P. Floriano Abrahamowicz aus der Bruderschaft ausgeschlossen. Von Sanktionen bedroht sei Gomez zufolge auch der ehemalige Rektor des Priesterseminars in Australien und nunmehrige Schulleiter im kanadischen Distrikt, P. Peter Scott.

Jesse Gomez Jr. hält es für sehr wahrscheinlich, dass sowohl Bischof de Galarreta als auch Bischof Tisser de Mallerais ein Schweigegebot auferlegt worden sei.

Viele Gläubige der Bruderschaft fühlten sich beleidigt von der autoritären Führung des gegenwärtigen Generaloberen Bischof Bernard Fellay, und beteten darum zur Muttergottes um dessen Entfernung aus dem Amt. Ihre Gebete erflehten auch einen neuen, dem katholischen Widerstand treuen Generaloberen, wie der Blog „Sursum Corda“ meldete.

Alle Katholiken, – ob Kleriker oder Laien, ob mit der Priesterbruderschaft verbunden oder nicht – die das offene oder verdeckte Ansinnen Bischof Fellays, eine Vereinbarung zwischen der FSSPX und dem Rom des Novus Ordo Missae [der Neuen Messe, Anm. d. R.] zu schließen, missbilligen, seien gebeten sich bei Gomez zu melden. Eine solche Vereinbarung würde die Grundsätze Erzbischof Marcel Lefebvres verraten. Er sei per E-Mail mit dem Betreff „Rosary Crusade at SSPX Members’ Rosary Crusade to Expel Fellay“ an jesse_gomez_jr@hotmail.com – vorzugsweise in Spanisch oder Englisch – erreichbar, so Jesse Gomez Jr. abschließend.

Unser Kommentar: Wir erachten diese Aktion für völlig überzogen, zumal ein "Ausschluss" von Bischof Bernard Fellay keines der gegenwärtigen Probleme und Schwierigkeiten nachhaltig und dauerhaft lösen würde. Das Problem ist nämlich nicht in erster Linie Bischof Fellay, wie diverse Sedisvakantisten glauben machen wollen, sondern das langsame Umsichgreifen eines Geistes innerhalb der Bruderschaft - eines Geistes, der einen unbedingten "Waffenstillstand" mit dem konziliaren Rom fordert und gegen seine Opponenten mit der Angst vor einem auf die Dauer entstehenden Schisma vorgeht. Es sind interessanterweise genau dieselben Kreise, die heute gleichsam mit Kanonen auf Spatzen schießend gegen Bischof Fellay unterhalb eines gewissen Niveaus intrigieren, die seinerzeit dem Erzbischof eine zu milde Gangart gegenüber Rom attestierten, wie es aus der obigen Meldung hervorgeht. Es ist lediglich von Nöten, das Werk des Erzbischofs fortzuführen und das lückenlos fortzusetzen, was dieser in seinen unzähligen Predigten immer wieder aufs Neue deutlich machte.

Darum unterbreiten wir einen Gegenvorschlag: Einen Rosenkranzkreuzzug zur Stärkung des Rückgrates von Bischof Fellay in den Verhandlungen mit Rom und für den Erhalt aller lehrmäßigen Positionen der Priesterbruderschaft. Außerdem wünschen wir dem Generaloberen eine profunde Einsicht in die schwerwiegenden Probleme der konziliaren Kirche und in den blanken Hass gegen die Tradition der Kirche aller Zeiten, von dem ein großer Teil der Stellungnahmen heutiger Kirchenvertreter zur Bruderschaft wiederhallt. Es geht nicht darum, anhand zweideutiger Formulierungen in einem voreiligen Abkommen zwischen Menzingen und Rom, das "Problem Piusbruderschaft" für Rom aus der Welt zu schaffen, sondern darum, die Männer der Kirche in einem längerfristigen Prozess zum Weg der Wahrheit zurückzuführen. Das Szepter, das in die richtige Richtung weisen kann, liegt bereits seit Langem unbenutzt in Rom. SANCTE MARCELLE, ORA PRO NOBIS!

Freitag, 3. April 2009

Die konziliare Kirche und Bischof Fellay

Am 3. Februar 2009 veröffentlichte P. Ceriani FSSPX einen unter anderem auf FSSPX WATCH publizierten Aufruf, den er an die Autoritäten der Bruderschaft gesandt hatte. Diese Veröffentlichung brachte ihm eine erste „Ermahnung“ ein, die ihm persönlich von Bischof Fellay mitgeteilt wurde, wie der „Courrier de Tychique“ vom 22. März 2004 meldete. Die Tatsache, dass eine „Ermahnung“ ausgesprochen wurde, hätte eigentlich verschwiegen werden sollen und wäre dies auch, wenn nicht Bischof Fellay selbst darüber mit einer Gruppe Ordensschwestern geplaudert hätte, von denen er im Nachhinein Stillschweigen verlangte.

Leider, oder – je nach Standpunkt – zum Glück, ist die Nachricht dennoch durchgesickert. Der Autor des Artikels, Max Barret, der als Chauffeur für Erzbischof Lefebvre gearbeitet hatte, bestätigte auch, dass er die Information durch ein Telefonat mit P. Ceriani verifiziert hatte.

Rein der Umstand einer „Ermahnung“ an P. Ceriani würde noch nicht dermaßen Interesse wecken, schreibt Barret in seinem Artikel, wenn nicht Bischof Fellay im Zuge eines Vortrages vor etwa 50 Priestern eine problematische Stellungnahme abgegeben hätte: Bischof Fellay sei dabei über die mangelnde Differenzierung zwischen den Begriffen „konziliare Kirche“ und „offizielle Kirche“ ernstlich verstimmt gewesen. Offensichtlich sei man dabei, die moderne Ausdrucksweise anzunehmen, so Barret.

Infolge dieses Schnitzers des Generaloberen habe bei der erwähnten Priesterversammlung im Anbetracht aktueller Ausschlussdrohungen gegen einige Bruderschaftsmitglieder ein Klima des beredten Schweigens geherrscht, das selbst die mutigsten und gelehrtesten Kleriker erfasst habe.

Ein einziger sei aufgestanden, um einen Einwand geltend zu machen: Der „unverbesserliche“ P. Ceriani! Er bat um das Wort und beschränkte sich darauf, einen Teil des von Erzbischof Lefebvre verfassten Leitartikels von Fideliter, Nr. 66 (November-Dezember 1988) vorzulesen – in nüchternem und ehrerbietigem Ton. Nichts weiter. Dann setzte er sich in aller Ruhe. Daraufhin antwortete Bischof Fellay nichts und auch die anderen Priester schwiegen. „Eine schmerzhafte Totenstille lag auf der Versammlung“ sagte einer der anwesenden Priester.

Hier nun einige Stellen aus dem besagten Leitartikel: „Wo ist die sichtbare Kirche? Die sichtbare Kirche erkennt man an ihren Eigenschaften, die sie immer aus ihrer Sichtbarkeit hatte: Sie ist einig, heilig, katholisch und apostolisch. Ich frage Sie: Wo sind die wahren Merkmale der Kirche? Sind sie eher in der offiziellen Kirche (es handelt sich nicht um die sichtbare Kirche, sondern um die offizielle Kirche) oder bei uns, in dem was wir repräsentieren und in dem was wir sind? Es ist klar, dass wir es sind, die die Einheit des Glaubens beibehalten, die in der offiziellen Kirche verschwunden ist. Ein Bischof glaubt dies, ein anderer nicht, der Glaube ist verschieden und ihre widerlichen Katechismen enthalten Häresien. Wo ist in Rom die Einheit des Glaubens? Wo ist die Einheit des Glaubens in der Welt? Es sind wohl wir diejenigen, die sie beibehalten haben.“ „Ich habe den Willen Roms bemerkt, uns ihre Ideen aufzuerlegen und ihre Art und Weise zu denken. Kardinal Ratzinger hat mir eines Tages gesagt: «Aber Monsigneur, es gibt nur eine Kirche, man darf nicht eine Parallelkirche schaffen!» Welche Kirche war das für ihn? Die konziliare Kirche, das ist klar! Er hat ausdrücklich gesagt: «Wenn wir diesem Protokoll zustimmen, wird Ihre Seite auch etwas für uns machen müssen: Ich fände es gut, wenn es in Saint-Nicolas-du-Chardonnet neben den Messen der Bruderschaft jeden Sonntag auch eine neue Messe für die Pfarrei gäbe; die Kirche ist eine.» Sie sehen genau, dass er uns zur konziliaren Kirche führen wollte.

Für den Erzbischof handelte es sich um eine Evidenz: Die offizielle Kirche ist die konziliare Kirche! Und er fügte hinzu: „Es ist klar, dass sie uns diese Neuheiten auferlegen wollen, um die Tradition auszurotten. Sie gestehen nicht etwas zu, weil sie die überlieferte heilige Messe schätzen, sondern ganz einfach darum, um uns zu betrügen und unseren Widerstand zu vermindern. Sie durchbrechen eine Flanke des Blocks der Tradition um ihn zu zerstören. Das ist ihre Politik, ihre Taktik.“

SANCTE MARCELLE, ORA PRO NOBIS!

Donnerstag, 2. April 2009

Aufruf von P. Juan Carlos Ceriani FSSPX - Teil 3

Und ich, Pater Juan Carlos Ceriani FSSPX, protestiere und mache alle Erklärungen Erzbischof Lefebvres und der Oberen dieser Bruderschaft zum Zeitpunkt der Bischofsweihen zu den Meinen, und unterschreibe diese.

Ich lade alle amtierenden Oberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. ein, all diese Erklärungen zu den Ihren zu machen und diese zu unterschreiben.
Ich beanstande, und halte für nichtig und sowohl rechtlich als auch faktisch wertlos: die scheinbaren Exkommunikationen; das Dekret, das versucht, diese zu erklären; und das Dekret, das versucht, sie aufzuheben, glauben machend, dass sie null und nichtig waren.
Ich bitte die vier Bischöfe der Bruderschaft, vor Gott die derzeitige Lage zu überdenken und am Beispiel von Erzbischof Lefebvre umzukehren. Unter dermaßen zweideutigen Umständen müssen die Priester und die Gläubigen zum guten Kampf für das ewige Rom und gegen die Konzilskirche ermutigt werden.

Fort de France, 29. Januar 2009

gez. Pater Juan Carlos Ceriani FSSPX

Vermerk: In der Nacht des 5. Mai 1988 ist Erzbischof Marcel Lefebvre umgekehrt, und er hat nicht den Weg fortgesetzt, der durch das Protokoll geebnet wurde, das er am Vorabend unterzeichnet hatte: „Wenn Sie wüssten, welche Nacht ich nach meiner Unterschrift unter diese famose Abmachung zu gebracht habe! Ach, wie konnte ich es kaum erwarten, dass es Tag würde, damit ich den Brief meines Widerrufs aushändigen konnte, den ich während der Nacht vorbereitet habe.“

Anmerkung: Alle Hervorhebungen in den drei Teilen des Aufrufes stammen von der FSSPX WATCH Redaktion, die auch für die Übersetzung aus dem Französischen verantwortlich ist.
SANCTE MARCELLE, ORA PRO NOBIS!

Mittwoch, 1. April 2009

Aufruf von P. Juan Carlos Ceriani FSSPX - Teil 2

Da der H.H. P. de Cacqueray, Distriktoberer von Frankreich in seinem Leitartikel in „La Porte Latine“ vom 1. Januar 2009 […] geschrieben hat:
„Was die Bischofsweihen des 30. Juni 1988 betrifft, wurden sie ipso facto sanktioniert durch die Exkommunikation, die im neuen Codex des kanonischen Rechts vorgesehen ist. Aber die Bruderschaft lehnt es jedoch ab, „eine Beseitigung der Sanktionen“ zu verlangen. Sie versucht, „den Widerruf des Exkommunikationsdekrets“ zu erhalten, und es entgeht niemandem, dass es nur die Begriffe waren, die sie absichtlich verwendet hat, um ihr Gesuch auszudrücken […]. Wenn es sich wirklich um den Widerruf des Dekrets handelte – und nicht um eine Beseitigung der Exkommunikationen – wird es dann der Anfang der Wiedergutmachung für die unglaubliche Ungerechtigkeit sein, die man kennt, sodass wir uns darüber freuen können […] Wenn es sich andererseits um eine „Beseitigung der Exkommunikationen“ handelte, wäre die Sache eine ganz andere. Es würde dann nicht unserer zweiten Vorbedingung entsprechen und würde keineswegs unsere Bischöfe vom üblen Prozess reinigen, der ihnen gemacht wurde. Es würde vielmehr den Eindruck erwecken, dass die ausgesprochenen Übel wie nichts gewesen wären und dass sie vielleicht sogar verdient wurden. Entstünde daraus, wenigstens in einem gewissen Sinn, nicht ein neues, noch tieferes Übel? Rom hätte dann unter einem barmherzigen Anschein Sanktionen weggenommen, die durch denselben Akt als gültig und legitim auferlegt bestätigt worden wären.“

Daher

APPELLIERE

ich, Pater Juan Carlos Ceriani, an den Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X., Erzbischof Marcel Lefebvre und an die Autoritäten dieser Bruderschaft, die zum Zeitpunkt der Bischofsweihen erklärt haben:
„Da der Stuhl Petri und die amtlichen Stellen in Rom von antichristlichen Kräften besetzt sind, schreitet die Zerstörung der Herrschaft Unseres Herrn sogar innerhalb Seine Mystischen Leibes auf Erden rasch voran […]. Das hat uns die Verfolgung durch das antichristliche Rom eingebracht. […] [Daher] sehe ich mich durch die göttliche Vorsehung gezwungen, die Gnade des katholischen Bischofsamtes, die ich empfangen habe, weiterzugeben, damit die Kirche und das katholische Priestertum fortfahren zu bestehen zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen. Deshalb will ich, überzeugt, nur den heiligen Willen Unseres Herrn zu erfüllen, Sie durch diesen Brief bitten einzuwilligen, die Gnade des katholischen Bischofsamtes zu empfangen […]. (Brief von Erzbischof Lefebvre an seine künftigen Bischöfe. Fideliter, Juni 1988, Seite 61).
„Da nun seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil bis zum heutigen Tag die Autoritäten der römischen Kirche vom Geist des Modernismus beseelt sind und so, gegen die heiligen Traditionen handelnd, […] erachten wir alle von diesen Autoritäten verhängten Strafen und Zensuren für null und nichtig. (Text des Apostolischen Mandats, 30. Juni 1988. Fideliter N° 65. September-Oktober 1988, Seite 11).
„Eminenz! Die um ihren Generaloberen versammelten Oberen der Distrikte, Seminare und autonomen Häuser der Priesterbruderschaft St. Pius X. erachten es für gut, Ihnen in respektvoller Weise die folgenden Überlegungen zum Ausdruck zu bringen. Sie haben in Ihrem Brief vom vergangenen 1. Juli geglaubt, Seiner Exzellenz Erzbischof Marcel Lefebvre, Seiner Exzellenz Bischof Antonio de Castro Mayer und den vier Bischöfen, die sie am vergangenen 30. Juni in Ecône konsekriert haben, ihre Exkommunikation latae sententiae mitteilen zu müssen. Bitte wollen Sie selbst über den Wert einer solchen Erklärung urteilen, die von einer Autorität herrührt, die in ihrer Amtsausübung mit derjenigen aller Ihrer Vorgänger bis zu Papst Pius XII. bricht: Im Gottesdienst, in der Lehrunterweisung und in der Leitung der Kirche. Was uns betrifft, so sind wir in voller Gemeinschaft mit allen Päpsten und allen Bischöfen, die dem II. Vatikanischen Konzil vorausgegangen sind, indem wir die heilige Messe zelebrieren, die sie kodifiziert und zelebriert haben, indem wir den Katechismus lehren, den sie verfasst haben, indem wir uns gegen die Irrtümer erheben, die sie viele Male in ihren Rundschreiben und ihren Hirtenbriefen verurteilt haben. Mögen sie daher urteilen, auf welcher Seite sich der Bruch befindet. Wir sind aufs Äußerste betrübt über die Geistesverblendung und die Herzensverhärtung der römischen Autoritäten. Dagegen haben wir niemals diesem System angehören wollen, das sich selbst als konziliare Kirche bezeichnet und charakterisiert ist durch den Novus Ordo Missae, den indifferentistischen Ökumenismus und die Laizisierung der gesamten Gesellschaft. Ja, wir haben keinen Anteil, nullam partem habemus, an dem Pantheon der Religionen von Assisi; unsere eigene Exkommunikation durch ein Dekret Eurer Eminenz oder eines anderen Dikasteriums wäre hierfür nur der unwiderlegliche Beweis. Wir verlangen nichts anderes, als dass man uns ex communione, d.h. als nicht in Gemeinschaft mit dem ehebrecherischen Geist erklärt, der in der Kirche seit 25 Jahren weht, und als ausgeschlossen von der gottlosen Gemeinschaft mit den Ungläubigen. Wir glauben an den einen Gott, Unseren Herrn Jesus Christus mit dem Vater und dem Heiligen Geist, und wir werden immer Seiner einzigen Braut treu sein, der einen, heiligen, katholischen, apostolischen und römischen Kirche. Wenn uns daher öffentlich die gleiche Strafmaßnahme zugedacht würde, die die sechs katholischen Bischöfe als Verteidiger des unverkürzten und unverfälschten wahren Glaubens trifft, dann wäre das für uns eine ehrenvolle Auszeichnung und ein Zeichen der Rechtgläubigkeit vor den Gläubigen. Denn diese haben in der Tat ein striktes Recht darauf, zu wissen, dass die Priester, an die sie sich wenden, keine Gemeinschaft haben mit einem falschen Trugbild der Kirche, die evolutiv, pfingstlerisch und synkretistisch ist. […]“ (Offener Brief an Kardinal Gantin, Präfekt der Kongregation für die Bischöfe. Ecône, 6 Juli 1988. Fideliter N° 64. Juli-August 1988 S 11f).
Es folgen die Unterschriften des Generaloberen und aller Oberen der Distrikte, Seminare und autonomen Häuser der Priesterbruderschaft St. Pius X. in der ganzen Welt: H.H. PP. Franz Schmidberger, Paul Aulagnier, Franz-Joseph Maessen, Edward Black, Anthony Esposito, Francois Laisney, Jacques Emily, Jean-Michel Faure, Gérard Hogan, Alain Lorans, Jean-Paul André, Paul Natterer, Andrés Morello, William Welsh, Michel Simoulin, Patrice Laroche, Philippe Francois, Roland de Mérode, Georg Pfluger, Guillaume Devillers, Philippe Pazat, Daniel Couture, Patrick Groche, Franck Peek.

Nächstes Mal: Aufruf von P. Ceriani - 3. und letzter Teil
SANCTE MARCELLE, ORA PRO NOBIS!